28 days later


großbritannien/usa/frankreich 2002

regie: danny boyle

darsteller: cillian murphy, naomie harris, brendan gleeson, megan burns,

christopher eccleston, noah huntley, ricci harnett

musik: john murphy

 

eine gruppe militanter tierschützer bringt bei einer affenbefreiungsaktion einen

tödlichen und hochansteckenden virus in umlauf. als 28 tage später jim aus dem

koma erwacht und scheinbar ganz allein auf der welt ist kann er nicht verstehen

was passiert ist, er irrt durch die leergefegten straßen londons, wo sich höchstens

einmal ein lüftchen regt. auf seiner suche nach menschen - lebendigen menschen -

wird er plötzlich von einer horde zombieartiger wesen angegriffen, doch in letzter

sekunde von selena und mark gerettet. die beiden erklären ihm was passiert ist,

von all den toten, wie die krankheit übertragen wird, daß es keine regierung,

militär, gesetze,... mehr gibt. sich vor der krankheit zu schützen auf der suche

nach nahrung ist es, was die tage nun ausfüllt. schon bald wird mark bei einem

angriff aber infiziert, selena nutzt die 20 sekunden die ihr bleiben um ihn zu töten,

bevor die symptome auftreten, um sich und jim zu retten. kurz darauf treffen die

beiden auf frank und seine tochter hannah, die sich aus ihrer wohnung eine festung

gemacht haben. frank hat im radio eine sich immer wiederholende nachricht

aufgespürt, nach der vor manchester eine militärstation ist, die die antwort auf die

seuche hat. diese letzte hoffnung treibt sie zu einer odyssee von london nach

manchester, doch was sie tatsächlich erwartet wissen sie nicht...

 

es ist schon ein wahrhaft beeindruckender einstieg in den film, wenn jim von

der welt allein gelassen durch die leergefegten straßen londons läuft. nur

die mitten auf der straße stehenden fahrzeuge und durch die gegend fliegenden

zeitungen erinnern daran, daß hier einmal menschen gelebt haben müssen.

es ist ein anblick der einen sehr an den film "quiet earth" erinnert, bei dem nach

dem test einer neuartigen waffe bis auf drei menschen alle anderen ausradiert

wurden, woraufhin diese drei fast verrückt werden in ihrer einsamkeit, und glücklich

sind als sie sich gefunden haben, die beiden männer und eine frau. doch nun entsteht

natürlich ein konkurrenzkampf zwischen den beiden herren, wer nun die menschheit

wieder ins leben ruft...

nun, die geschichte von "28 days later" ist etwas anders, macht er sich doch auch

die derzeitige panikstimmung gegenüber anschlägen mit biologischen waffen und

dem ausbruch des neuen virus sars in ostasien und kanada, sowie der pocken in den

usa zu nutze. doch hat dieser film wenig mit wissenschaft zu tun, sondern will, wie ein

jeder horrorfilm vor allem schocken, was ihm in einigen momenten auch hervorragend

gelingt. zudem hat der film auch eine sehr negative grundstimmung, die dem zuschauer

sehr nahe gebracht wird - ein echter enzeitfilm eben. einige ungereimtheiten bei neben-

sächlichkeiten in der geschichte stören zwar, tun aber dem sehvergnügen keinen

abbruch.

"28 days later" ist nicht unbedingt der sehenswerteste film, auch wenn die sehr

gut inszenierte weltuntergangsstimmung hervorragend rüberkommt, doch ist er sehr

unterhaltsam und wird wohl vor allem der atemberaubenden bilder des leeren london

wegen im gedächtnis bleiben.

das der film nicht unbedingt der sehenswerteste ist gilt nicht für freunde des genres,

denn für freunde des horrorfilms ist "28 days later" allerdings ein muß, hat er doch auf

jeden fall eine geschichte und besteht nicht nur aus gemetzel, das aus heiterem himmel

die menschheit überfällt.

(tb)

zurück zum kinoindex - zurück zur startseite