andalucia
(andalucia)
frankreich 2008
regie: alain gomis
darsteller: samir guesmi, xavier serrat, marc martinez, irene montala
yacine lebt in paris und ist sohn von algerischen einwanderern.
einen grossen teil seines lebens hat er in den bekannten
wohnsilos der pariser vororte gelebt und all die probleme,
kriminalitaet und ausgrenzung durchlebt.
nun lebt er in einem wohnwagen beim zirkus, immer auf der suche nach
sich selbst und mit der angst feste bindungen einzugehen - in der liebe,
im berufsleben... er nimmt immer wieder gelegenheitsjobs an. bei einem
dieser jobs trifft er einen alten freund wieder und lernt einen haufen
verrueckter leute kennen, die mit ihm ueber ihre philosophien reden,
wissenschaftliche monologe vorgetragen bekommt oder einfach nur abstruse
geschichten. langsam und immer wieder mit seiner vergangenheit konfrontiert,
glaubt er sich gefunden zu haben, laesst vergangenes hinter sich und beginnt
ein neues leben...
"andalucia" ist ein fantastischer film ueber das leben eines "fremden" im eigenen
land und die franzoesische einwanderungsproblematik. nicht rohe gewalt, wie in anderen
franzoesischen filmen allein spielt hier eine rolle. der film geht auf eher satirische
weise das thema an, ohne dabei den ernst der probleme deutlich zu machen.
die dialoge sind hervorragend, die monologe ebenso. man kann an diesem film
nichts aussetzen: ausgezeichnete schauspieler, gute musik, gutes drehbuch.
man kann dem regisseur alain gomis nur gratulieren zu seinem zweiten spielfilm.
der film ist unbedingt sehenswert.
(tb)
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