der alte affe angst
(deutschland 2002)
regie+buch: oskar roehler
darsteller: andré hennicke, marie bäumer, vadim glowna, catherine flemming,
herbert knaup, nina petri, jutta hoffmann
musik: martin todsharow
robert und marie sind wahnsinnig ineinander verliebt, doch robert kann nicht mit
marie - zumindest nicht im bett. und das ist grund genug für einen streit, denn so
sehr marie es auch versucht ihren robert aufzugeilen, sie schafft es einfach nicht und
verzweifelt daran. ebenso robert, der aus diesem grund einen psychiater besucht, und nebenbei
sex mit prostituierten hat, da er nur bei ihnen kein erektionsproblem hat.
einmal schafft er es gar seine geilheit mit nach hause zu bringen, es klappt dieses eine
mal wahrhaftig mit seiner geliebten marie, die er sogleich auch schwängert.
doch nicht nur erektionsprobleme, sondern auch der tod ist allgegenwärtig.
es ist eine geschichte um liebe und tod.
die schon dramatische geschichte nimmt dennoch eine dramatische wende.
"der alte affe angst" ist nichts für schwache nerven, und auch nichts für
menschen die sich ihre gute laune nicht verderben lassen wollen.
vorweg gesagt, es ist ein sehr guter film, doch er ist hart.
dieser film, der dramatisch anfängt, steigert sich immer weiter in diese
dramatik hinein. es kann einem wahrlich schlecht werden wenn man
den film auf sich wirken lässt, und kalt kann er einen nicht lassen.
wenn man denkt schlimmer kann es nicht werden, ist der höhepunkt noch lange
nicht erreicht.
in jeder beziehung gibt es gute und schlechte zeiten, hier scheinen die guten
seiten nur die zu klein geratene beilage zum hauptgericht zu sein.
nicht das diese geschichte aus der luft gegriffen wäre - nein, es
gibt sicher beziehungen, die so oder ähnlich gelaufen sind -, aber
was hier passiert kitzelt einem wirklich auch noch den letzten ekel heraus.
dennoch gibt es in all der dramatik einige witzige szenen, die einen
trotz allem drumrum zum lachen bringen.
alles in allem ist es ein sehr gelungenes beziehungsdrama, daß zwar
seine drückende stimmung an den zuschauer weitergibt,
doch allein schon der umsetzung wegen sehenswert ist.
(tb)