feel like going home
usa 2003
regie: martin scorsese
darsteller: corey harris, john lee hooker, salif keita, taj mahal, ali farka touré,
muddy waters
musik: siehe darsteller
worum es in martin scorseses film geht, verrät der titel schon -
zumindest kann man es vermuten.
feel like going home ist ein film, der die wurzeln erforscht, und so wieder
zurück in die heimat führt.
feel like going home ist ein wunderbarer film über den blues, erforscht die ursprünge
des blues, der mit der ankunft der afrikanischen sklaven in den vereinigten staaten
seinen anfang genommen hat, bzw. im zwanzigsten jahrhundert, nach langem weg des
leidens der schwarzen amerikaner.
der film schafft es ohne geschichtsunterrichtswirkung zu haben, die geschichte der
"schwarzen in amerika" zu erzählen und gleichzeitig das lebensgefühl des blues
zu vermitteln.
einzigartig gelingt es scorsese und den mitwirkenden musikern die im nachhinein
offensichtliche verbindung zwischen dem blues und der afrikanischen folklore
auf einer reise nach mali herzustellen.
hier har der film - die dokumentation - einige seiner poetischsten und philosophischsten
momente. schöne bilder begleiten tiefgehende dialoge, die die liebe zu musik und
menschen bezeugen.
diese sehr gelungene dokumentation über eine der großen musikalischen neuerungen
des zwanzigsten jahrhunderts ist mehr als nur die geschichte eines musikstils,
sondern vielmehr eine reflexion darüber, daß man den menschen zwar so gut wie
alles nehmen kann - wie in diesem fall den westafrikanschen sklaven -, daß man es
aber niemals schafft, einem menschen seine kulturelle identität, seine wurzeln und
vergangenheit zu nehmen. die bleibt, die überlebt und gibt den menschen in
ausweglosen situationen den nötigen halt und willen zu überleben -
nicht nur einzelnen, sondern ganzen volksgruppen.
(tb)
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