in the bedroom
usa 2001
regie: todd field
darsteller: sissy spacek, tom wilkinson, marisa tomei, nick stahl, william mapother,
william wise, celia weston
musik: thomas newman
start: 02.05.2002
familie fowler führt soweit ein ganz normales leben in einer amerikanischen kleinstadt. der sohn frank
ist ein vielversprechender aspirant für die universität im bereich architektur, doch die liebe zur
geschiedenen und älteren natalie scheint alles etwas durcheinander zu bringen. frank überlegt,
alles zu verschieben oder gar in die fußstapfen seines großvaters zu treten, die eines fischers,
um bei natalie und ihren kindern zu bleiben und sich um sie zu kümmern. natürlich sind seine
eltern nicht sonderlich begeistert und speziell die mutter-sohn-beziehung ist gespannt.
erschwerend kommt hinzu, daß natalies ex ihr noch immer nachstellt, und sie
in wutausbrüchen schlägt, auch frank wurde schon einmal opfer von richard.
die eltern drängen frank dazu anzeige zu erstatten, doch aus rücksicht auf die kinder
will er nicht die polizei rufen. schon bald wird ihm dies zum verhängnis: beim nächsten
streit wird frank von richard erschossen. für seine eltern bricht eine welt
zusammen. es scheint als hätten sie den sinn ihres lebens und des zusammenlebens
verloren. alles scheint ihnen jetzt egal, wichtig ist nur das richard für seine taten büßt.
doch die justiz scheint hier nicht helfen zu wollen und zu können, denn richards anwälte
kennen die schlupfwinkel der gesetze. franks mutter wird immer verbitterter, kann nicht mal
natalie verzeihen, der sie die schuld gibt und entfernt sich immer mehr von ihrem mann.
doch langsam finden sie in richard den gemeinsamen feind, der aus ihrem leben verschwinden muß,
damit ein mehr oder weniger normales leben wieder möglich ist.
drei oscar nominierungen für schauspielerische leistungen bekam der film. einmal für sissy spacek
in der rolle der mutter, einmal für marisa tomei in der rolle der natalie und dann
noch tom wilkinson in der rolle des vaters. bekommen hat ihn keiner.
die drei spielen ihre rolle zwar sehr gut, stellen ausgezeichnet die ausweglose situation und die trauer dar,
jedoch nicht überragend. daher ist es in ordnung das die schauspieler nicht den oscar bekommen haben.
es ist wunderbar mit anzusehen, mit wie wenig dialog der film auskommt und wieviel die gesichter und
körper mit ihrer mimik, gestik und haltung dem zuschauer erzählen.
so dramatisch und traurig die geschichte auch ist, es ist keine neue geschichte. sie scheint auch
etwas zu lang geraten zu sein, ein nicht enden wollender trauerzug ohne einen lichtblick. dieser eindruck
wird durch die sehr passende und schöne musik von thomas newman noch unterstützt. der stoff ist
etwas zäh und verlangt dem zuschauer ein wenig geduld ab, denn zum ende hin
steigert sich die dramatik erst wieder und reißt den zuschauer aus der trance in die ihn der
film versetzt hat.
( tb )