königin der verdammten
( queen of the damned )
usa 2002
regie: michael rymer
darsteller: stuart townsend, aaliyah, marguerite moreau, vincent perez, paul mcgann
lena olin, christian manon
start: 28.03.02
von rockmusik begleitet steigt der vampir lestat nach langem schlaf aus seinem sarg. er befindet sich nun
im 21. jahrhundert einer ganz neuen zeit. zurückgekehrt in sein altes haus trifft er auf eine band.
er stellt sich vor als vampir. er steht dazu und will es der gesamten öffentlichkeit zeigen. er verstösst damit
wohlwissend gegen ein gebot der vampire, das sie verpflichtet im abseits zu leben. mit hilfe der band
wird er bald zu einem rockstar, seine fans liegen ihm zu füssen. er ruft auch alle anderen vampire auf aus ihren
verstecken zu kommen. er erweckt damit sogar einen geist der vergangenheit: akasha, die königin und schöpferin
aller vampire. er hat eine besondere verbindung zu ihr, denn schon kurz nach seiner schöpfung durch marius
ließ sie ihn von ihrem edlen blut trinken. seine musik machte damals ihre statue kurz lebendig.
nun möchte sie ihn als könig an ihrer seite. doch auch jesse, mitglied einer geheimorganisation,
die seit jahrtausenden vampiren und okkulten dingen auf der spur ist, ist hinter lestat her.
sie verliebt sich in lestat, der irgendetwas in ihr geweckt zu haben scheint, als sie ihn
das erste mal im fernsehen sieht. sie möchte nun auch wissen wie es ist vampir zu sein.
doch lestat verabscheut eigentlich dieses leben voller menschen, die sinnlos sterben müssen,
damit die vampire leben können. er verwährt ihr den wunsch, doch sie versucht es weiter,
während er durch sein öffentliches auftreten grosse teile der vampirpopulation gegen
sich aufgebracht hat. sie wollen den untoten jetzt tot sehen.
1995 ist "interview mit einem vampir" und nun ein weiterer teil der "vampirchronik" von anne rice verfilmt wurden.
rasant ist der film allemal, zu lang scheint er dennoch. es braucht nicht lang, bis man weiss, wo die geschichte hinführt,
dafür umso länger bis man hingeführt wird. viele dinge bleiben den ganzen film im unklaren, und einige
ungereimtheiten verwirren den zuschauer. man hat das gefühl, als seien einige zur erklärung nötige szenen
einfach ausgelassen - wer weiss, vielleicht werden sie für bonusmaterial auf einer zukünftigen dvd
zurückgehalten. mit stuart townsend findet lestat einen sehr ausdrucks- und farblosen darsteller, diese
figur ist einfach nicht überzeugend. im gegensatz zu vincent perez als marius, der zwar nicht die
längsten auftritte hat, aber im kreis der farblosen schauspieler seine erscheinung doch besser darstellt.
tom cruise` verkörperung des lestat in "interview mit einem vampir" war besser, vielleicht bissiger.
der auftritt von aaliyah scheint eher statisch. wandelnd schreitet sie durch das bild und sorgt
für die schönheit unter den vampiren - die wahre, schöne, böse. doch auch ihre figur wirft
einige fragen über die vergangenheit der vampire und das bündnis derer, die sie bekämpfen auf,
deren antwort uns der film leider schuldig bleibt.
so bleibt einem am ende nur die gewissheit, daß vampire auch heute noch ihr unwesen treiben,
sowie die erkenntnis, daß auch sie sich in geheimen bünden zusammenschliessen, um für
ihre eigenen interessen vampir gegen vampir kämpfen.
( tb )
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