long walk home

(rabbit - proof fence)


australien 2002

regie: phillip noyce

darsteller: everlyn sampi, laura monaghan, tianna sansbury, kenneth branagh,

david gulpilil, jason clarke

musik: peter gabriel

 

australien 1931, der "protector" für die aborigines neville, setzt die australische politik durch.

er deportiert die mischlingskinder, die bei den aborigines leben in staatliche heime, wo

sie eine "ordentliche" erziehung erhalten sollen, ihre eigene sprache nicht sprechen dürfen,

und später bei weissen hausangestellte werden.

jetzt fallen auch die drei hauptpersonen dieser politik zum opfer: sie werden ins 1500 meilen

entfernte camp moore river gebracht, getrennt von ihren müttern. molly craig, ihre schwester daisy

und ihre cousine gracie verbringen nicht viel zeit an diesem "unort", sie flüchten. der strafe dafür,

sollten sie erwischt werden, sind sie sich bewusst: folter. dennoch führt molly, die viel über das

spurenlesen von ihrer mutter gelernt hat daisy und gracie den langen weg nach hause, verfolgt

von der polizei und dem aborigine spurenleser moodoo, der bisher alle wieder ins camp

bringen konnte, die versuchten auszubrechen.

es ist eine lange reise, die die drei antreten, ihre einzige orientierungshilfe ist der zaun, der

"rabbit - proof fence", der die hasen daran hindern soll von der einen seite zur ackerseite

zu kommen. dieser zaun durchzieht ganz australien.

 

es ist ein heisses eisen, welches der regiesseur phillip noyce hier mit seiner verfilmung von

doris pilkingtons buch anfasst. die wahre geschichte rollt eines der dunkelsten kapitel der

jüngeren australischen geschichte auf, die immernoch aktuell ist, da sich die australische

regierung bisher noch nicht einmal bereit erklärt hat sich für die damalige rassenpolitik zu

entschuldigen. viele der damals deportierten werden bis heute vermisst.

peter noyce hat einen sehr schönen film abgeliefert. gefühlvoll und dramatisch bringt

er dem betrachter die geschichte nahe. die lange reise der drei kinder zurück nach hause

wird dabei nicht nur von wunderbaren kamerafahrten und landschaftstotalen eingefangen,

sondern wird auch begleitet von peter gabriels gelungenem soundtrack, der das ganze

klangvoll untermalt.

(tb)

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