der pakt der wölfe
( le pacte des loups )
frankreich 2001
regie: christophe gans
darsteller: samuel le bihan, vincent cassel, monica bellucci, emilie dequenne
, jeremie renier, mark dacasos
start: 14.02.02
25 jahre vor der revolution verbreitet eine bestie im französischen gévaudan angst
und schrecken. man vermutet, daß es sich hier um einen gefährlichen wolf handelt,
der seine opfer jagt und dann reisst. es handelt sich meist um mädchen oder bauersfrauen.
diese geschichten sind nun schon über die grenzen hinaus bekannt, und des königs
polizei konnte die bestie noch immer nicht erlegen. so wird der weitgereiste
naturforscher grégoire de fronsac mit seinem blutsbruder, dem indianer mani
als sonderermittler in die kleinstadt geschickt, um den verbrechen auf den
grund zu gehen. fronsac findet heraus, daß es sich nicht um einen wolf handelt.
doch trotzdem geht die jagd auf diese tiere weiter. die morde gehen weiter und
der könig ersetzt das militäraufgebot. der neue kommandant erwischt
einen wolf und rät fronsac, das tier zu präparieren und es zur bestie zu
machen. trotz großer skrupel befolgt fronsac den "befehl" und in paris wird
die bestie für tot erklärt. doch fronsac gibt nicht auf. er kehrt in das dorf
zurück, um das biest zu erlegen und seine geliebte marianne de morangias
mitzunehmen. nun zeigt sich das biest ganz offen und greift marianne an.
es läßt sie jedoch plötzlich in ruhe und flüchtet. langsam kommt fronsac
mit hilfe von mani und dem maquis d´apcher einer wahnsinnigen
verschwörung auf die spur.
der film fängt spannend an. die bestie mordet frauen und versetzt die menschen
in schrecken. es bleibt anfangs unsichtbar für den zuschauer, was es noch
interessanter macht. der pakt der wölfe zeigt sehr schön auch die vergnügen,
denen sich die adligen vor der revolution hingegeben haben und die vor-
behalte und feindlichkeit gegenüber dem fremden hier in gestalt des indianers.
die frage ob denn eine paarung mit einer weissen frau überhaupt möglich
sei bringt diese sehr schön auf den punkt. doch vom zeitpunkt an dem
fronsac aus paris zurückkommt verliert der film den faden. die plötzlich
so offene, fronsac verfallene marianne, das sich nun immer wieder zeigende
monster und viele kämpfe zerstören das gleichgewicht. die kämpfe wurden
à la "tiger & dragon" inszeniert, können jedoch dessen perfektion
nicht im geringsten das wasser reichen. die bestie erscheint fast in
b-movie qualität. die entdeckung des geheimbundes ist sehr gut, jedoch
wird sie dem zuschauer fast ohne hinführung vorgesetzt. das ende
des films zieht sich in ungeahnte länge, und macht deutlich, das der film
insgesamt viel zu lang war. jeder logik
entbehren die ostasiatischen klänge, die den abspann begleiten.
(tb)