spider-man 2

(spider-man 2)


usa 2004

regie: sam raimi

darsteller: tobey maguire, kirsten dunst, james franko, alfred

molina, rosemary harris

musik: christopher carrabba, danny elfman

 

der geniale wissenschaftler dr. otto octavius, über den peter parker

eine Arbeit schreiben möchte, steht kurz davor eine

bahnbrechende erfindung zu machen, die der welt ewige und

billigste energie liefert. das experiment schlägt fehl und eine maschine,

die mit seinem körper verbunden ist, um ihm beim experiment zu helfen

übernimmt die macht über den wissenschaftler.

währenddessen stürzt peter parker in eine tiefe sinnkrise, zumal er

mary jane zu verlieren scheint und sein bester freund sich ebenfalls

langsam von ihm abwendet. peter parker hängt gar spiderman an

den nagel. er will sich selber finden und schwört sich, spiderman

niemals wieder auferstehen zu lassen, und das gerade jetzt, wo

der verrückte wissenschaftler möglicherweise ganz new york in die

luft jagt und sein bester freund eine hexenjagd auf spiderman beginnt,

um seinen vater zu rächen.

wielange wird er es da wohl aushalten, seinen schwur nicht zu brechen.

 

spiderman 2 ist weniger actionfilm, als vielmehr ein selbstfindungstrip

des protagonisten. spiderman oder nicht spiderman, das ist hier die frage.

in diesem film stellt sich peter parker / spiderman seiner realität, nimmt

eine last von sich, überwindet sich selbst. auf diese weise schafft er es dann

seine blockade zu lösen und endlich aufzuleben in dem, was ihm das

schicksal bestimmt hat - er ist nun einmal spiderman.

so toll es auch sein mag sich endlich selbst gefunden zu haben, so gibt es

sicher bessere wege dies in einem actionfilm darzustellen. der film ist

bedeutend zu langatmig. es ist eher eine unglückliche liebesgeschichte,

die im vordergrund steht, wogegen an sich noch nichts zu

sagen ist, doch wenn ein film sich nicht entscheiden kann, in welche richtung

er zielen möchte, dann sollte man vorsichtig sein, daß er sich nicht selbst

niederschießt. genau das ist es, was dem film passiert, er verheddert sich

in seiner geschichte und findet nicht recht den weg aus seiner langatmigkeit

heraus. wenn auch schon die fortsetzung klargemacht werden muss, so ist

doch sogar das ende des films eines, das keinen anfang findet.

alles in allem kommt spiderman 2 ein wenig schnulzig daher und lässt

einige an ihn gestellten erwartungen unerfüllt. schön sind meist die szenen

im daily bugle, sowie die darstellung des dr. octavius durch alfred molina.

(tb)

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