station agent
(the station agent)
usa 2003
regie: thomas mccarthy
darsteller: peter dinklage, paul benjamin, patricia clarkson, bobby cannavale,
michelle williams, raven goodwin
musik: stephen trask
finn, ein kleinwüchsiger eisenbahnfan bekommt von seinem freund ein
altes eisenbahndepot vererbt, inklusive waggon und stationshaus.
das depot liegt im kleinen verschlafenen newfoundland - zumindest wird
ihm gesagt es sei veschlafen.
finn macht sich zu fuß auf die reise über die eisenbahngleise um in das
kaff zu ziehen, doch schon am ersten tag zeigt sich, daß das örtchen doch
nicht ganz so verschlafen ist, wie er annimmt. er lernt direkt den wahnsinnig
lebenshungrigen imbißstandverkäufer joe, der vor seiner haustür seinen
imbiß hat, und die verwirrt scheinende olivia kennen.
die ruhe und abgeschiedenheit, die er sucht findet er hier nicht, stattdessen
aufdringliche menschen, die allerdings sehr liebenswürdig sind und nach
und nach sein herz erobern - freunde für das leben.
es ist eine sehr schön erzählte und in film umgesetzte geschichte über drei
persönlichkeiten, die an sich unterschiedlicher nicht sein könnten, sich alle
auf gewisse weise fehl am platze vorkommen und auf der suche sind.
diese drei persönlichkeiten finden sich und was daraus entsteht ist etwas
wunderbares, es gibt hochs und tiefs, doch im endeffekt finden alle hier
ihren frieden und können die suche aufgeben.
vor allem die figur des finn, des kleinwüchsigen, der besonders stark mit
den gemeinheiten der gesellschaft klarkommen muss, von allen angestarrt
und/oder verarscht wird, ist hervorragend herausgearbeitet.
es ist ein film voller symbolik, die man auf vieles und viele übertragen kann,
ein film, der ebenso mit dem humor wie mit der dramatik spielt, ein film zum
lachen und weinen,...und mit vielen zügen.
station agent ist ein film über schicksale und ihre begegnungen, wie viele
andere, nur das dieser unter vielen einfachen steinchen ein diamant ist.
ein absolutes muß!
(tb)
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