stilles licht

(stellet licht)


mexiko/niederlande/frankreich 2007

regie: carlos reygadas

darsteller: cornelio wall, miriam toews, maria pankratz, peter wall


johan, nachkomme hollaendischer einwanderer und mennonit ist vielfacher

familienvater, hat eine frau die ihn liebt, ausserdem eine affaere.

diese affaere darf eigentlich nicht sein, schon gar nicht in seiner situation.

sie frisst ihn auf, er weiss nicht weiter und lebt deshalb wie bisher

seinen gewohnten alltag.

seine frau weiss bescheid, er hat ihr alles gebeichtet und sie hat ihm

verziehen, oder eher das uebel akzeptiert, da er versprach sie nicht wiederzusehen.

doch er haelt sein versprechen nicht, sie ist wie eine droge. er glaubt, er haette sich

mit seiner frau geirrt, die wahre liebe waere die neue...

stellet licht ist ein eindringlicher film, zeigt eine ungewoehnliche welt

in der mexikanischen provinz. es ist ein stiller film, wie schon der titel

deutlich macht - diese stille gestaltet die geschichte umso dramatischer. er spielt

in einer verschlossenen welt, in der gefuehle eigentlich nicht gezeigt werden,

was den film sehr bedrueckend macht, denn er zeigt deutlich, dass eine

schoene fassade oft nur das versteck einer ruine darstellt.

es ist eine verfilmung der nostalgie, des wunsches die zeit zurueckdrehen

zu koennen und vergangenes ungeschehen zu machen, einer gesellschaft, in der

dinge, die nicht existieren duerfen einfach weggedacht werden. es ist ein trauriger

film, der in ungewoehnlicher, neuer sprache spricht.

(tb)

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