team america: worldpolice
(team america: worldpolice)
usa 2004
regie: trey parker
musik: harry gregson-williams
ein puppentrickfilm von den southpark-machern über die
weltpolizei usa. ein feuerwerk der sprache, wie man sich
vorstellen kann. gejagt werden alle möglichen terroristen
überall auf der welt und ohne rücksicht auf verluste.
natürlich werden sie gejagt vom team america, der
amerikanischen spezialeinheit, die aus einem haufen typisch
amerikanischer helden besteht, denen alles egal ist, solange
sie nur die terroristen liquidieren, auch wenn es den eiffelturm
oder den triumpfbogen kostet - was soll es auch? sie haben
ja die welt von weiterem bösen befreit... in weiteren hauptrollen
sind zu sehen:
kim jong il, der böse diktator nordkoreas, der oberbefehlshaber
alles bösen auf der welt, michael moore, der inneramerikanische
radikallinke terrorist, mindestens ebenso gefährlich wie alle
anderen terroristen und noch unberechenbarer, sowie die
amerikanische actors guild angeführt vom "überschauspieler" alec
baldwin, der gefolgt von tim robbins, susan sarandon,
samuel l. jackson, sean penn und einer liste hochrangiger
anderer schauspieler, die welt in ein neues zeitalter des friedens
nach ideen der actors guild führen möchte und dabei in absoluter
naivität den wahren terroristen nicht nur in die hände spielt, sondern
ihnen gleich hilft die guten männer und frauen vom team america
möglichst auszuschalten.
was mit den puppen veranstaltet wird ist sicher einmal etwas anderes
und verdient vor diesem hintergrund respekt, doch an alle, die denken,
es handelt sich hier um eine kritik an der amerikanischen post-9/11-politik,
oder gar um eine verarschung übertriebenen patriotismus, der wird hier
enttäuscht.
die kritik in diesem film richtet sich, abgesehen von der rücksichtslosen
verteidigung der welt vor dem bösen, der manchmal einen
kollateralschaden in form der pyramiden von giseh fordert, vor allem
gegen die inneramerikanische opposition, gegen die amerikanische
linke und zu weiche demokraten, sowie gegen träumer, die immernoch
glauben es könne eine welt geben, die da in frieden vor sich hin lebt.
es ist wie eine sehr schön gestaltete werbung für den derzeit
gefahrenen kurs, denn egal was passiert, amerika ist da und
rettet die welt.
nun gut die songtexte sprechen da ab und zu eine andere sprache,
da bleibt die frage, was eher hängenbleibt - die sehr guten bilder
(ein genialer kampf vor dem porträt kim il sungs), oder die nicht
einprägsamen, farblosen lieder, die vergessen
sind sobald sie vorbei sind...
p.s.: deutschland hat nun auch seine pickelhaube wieder.
(tb)
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