troja

(troy)


usa 2004

regie: wolfgang petersen

darsteller: eric bana, brad pitt, orlando bloom, peter o´toole, diane kruger,

brian cox, sean bean, brendan gleeson

musik: james horner

 

die geschichte von troja kennt nun fast jeder, deshalb nur ganz kurz -

der trojaner paris verliebt sich unsterblich in die griechin helena, die frau

des menelaos, und nimmt sie kurzerhand, nach den friedensverhandungen

mit auf das schiff nach troja. dies wird natürlich sofort als kriegserklärung

angesehen, worauf der griechenherrscher agamemnon nur gewartet hat.

nun will er priamos reich besiegen, als rache für dieentführte helena.

hierfür wird achilles, der beste aller krieger wieder engagiert und eina armada

von kriegsschiffen segelt in richtung angriff. da nicht alles so klappt wie es

sollte, können die griechen die sich in sicherheit wiegenden trojaner nur mit

einer list besiegen - dem trojanischen pferd, das als geschenk in die stadt verfrachtet

wird, dessen unbekannter inhalt jedoch die griechischen soldaten sind,

die daraufhin die unbesiegbare stadt troja einnehmen...

der stoff, zwar schon uralt ist noch immer aktuell und ohne weiteres auf heutige

situationen übertragbar. es ist ein hervorragender stoff, aus dem man tatsächlich

einen bedeutenden film machen kann, zumal der roman quasi die mutter der

literatur ist...

wolfgang petersen hat sich nun diesem material angenommen, mit der absicht

einen bedeutenden monumentalfilm zu schaffen - dies ist allerdings gründlich

danebengegangen. weder hat er die geschichte gut umgesetzt, das drehbuch

ist übel, die spezialeffekte nichts besonderes und nicht einmal die sonst ausge-

zeichneten schauspieler zeigen in diesem film ihr können, sondern eher das

gegenteil...

es ist tatsächlich faszinierend, wie schlecht brad pitt und co spielen können,

respekt herr petersen, tolle regieanweisungen...wenigstens sehen sie schön aus -

zumindest pitt und bana, was aber ist aus bloom geworden und die frauen...?

die dialoge - man darf eigentlich garnicht darüber sprechen, es kann einem

tatsächlich übel werden - der schlechteste pornofilm verfügt da über mehr

feingefühl.

der film ist genau 162 minuten zulang - pause nicht inbegriffen, aber die ist

vermutlich für die gedacht, die jetzt schon, zum zeitpunkt ebendieser, wissen,

daß der film nicht besser wird. benutzen sie diese zeit lieber um ein eigenes

drehbuch zu schreiben, schlechter kann es nicht sein, als diese verfilmung

homers werk.

troja bekommt von der redaktion bereits jetzt die neu geschaffene "goldene

augenbinde" verliehen. den philosophenstreikpreis für den schlechtesten

film, der halbjährlich verliehen wird.

(tb)

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