was tun wenn`s brennt ?
regie: gregor schnitzler
darsteller: til schweiger, doris schretzmayer, sebastian blomberg,
martin feifel, nadja uhl, matthias matschke, klaus löwitsch
start: 31.01.2002
13 bewegte jahre zu spät geht eine bombe in einer grunewalder villa hoch.
gebaut wurde sie zu einer zeit, wo " berlin noch eine insel " war von punks,
die sich gruppe 36 nannte. in den achtzigern lieferten sie sich strassenschlachten
mit der polizei, um ihre besetzten häuser vor dem abriss zu schützen und
agierten gegen de kapitalismus. die autonomen von damals sind heute in alle
gesellschaftsschichten verstreut, und nur zwei von ihnen sind noch in der szene.
jetzt jedoch droht allen gefängnis, da die polizei bei einer hausdurchsuchung filmbänder
in die hand bekam, auf der der anschlag dokumentiert ist. nun müssen sich alle
wieder zusammenraufen, um die katastrophe abzuwenden. maik,der werber und gleichzeitig
hoffnungsträger des neuen marktes, der anwalt " terror", nele, die mutter von zwei kindern,
flo, die nur bis freitag zeit hat wegen ihrer hochzeit und die beiden autonomen tim und
der im rollstuhl sitzende hotte, die alle zusammentrommeln. nun müssen
pläne geschmiedet werden, wie die beweise vernichtet werden können.
" was tun wenn`s brennt ? brennen lassen ! "
mit schnellen schnitten von video-amateur-aufnahmen beginnt der film und will
die bewegten zeiten in der autonomen szene näher bringen. dann die explosion, das
zusammenraufen, die planfindung, alles geht hier schlag auf schlag. gräben kommen
zum vorschein, die sich in den letzten jahren aufgetan haben, sorgen für konflikte.
die meisten haben sich der gesellschaft angepasst, ihre eigenen karrieren gestartet.
so wird hier vor allem die werbebranche überspitzt auf den arm genommen.
sehenswert ist auch klaus löwitsch in seiner rolle als pensionsreifer kommisar, der sich
in der autonomen szene sehr gut auskennt. bis zum furiosen finale gewinnt seine rolle an profil.
schnell, wie der film anfängt hört er auch wieder auf. langweilig wird einem garantiert nicht.
( tb )