der unglückliche mörder
von håkan nesser
auf dem heimweg von seiner freundin nach hause wird ein junge auf der landstraße
überfahren. der fahrer stellt sich der polizei nicht und denkt es würde schon gras
über die sache wachsen. nach einigen tagen ist in den zeitungen nichts mehr über
den fall zu lesen, und er hofft, alles laufe wieder normal. der mann lernt nun auch noch eine
traumfrau kennen und denkt sein glück kehrt zurück, als er in seiner post einen brief
entdeckt, der schweigegeld fordert. es hatte ihn also jemand gesehen und
wollte nun profit daraus schlagen. die geldübergabe findet statt, doch nicht wie
geplant für den vermeintlichen erpresser: er wird das nächste opfer des mannes.
bei dem opfer handelt es sich um erich van veeteren. es ist der sohn des
kommissars. eines kommissars, der in ruhestand ist, jedoch immernoch eine instanz
für die kriminalbeamten darstellt. jetzt geht die suche nach dem mörder los.
motive werden gesucht. die lage für die polizei scheint aussichtslos. es sind
keine spuren zu finden, keine verbindungen zu knöpfen. der mörder
wiegt sich allerdings nur kurz in sicherheit, denn er hat den falschen erwischt.
erich schien nur bote zu sein, der das geld zum erpresser bringt.
wer war nun der wahre erpresser? könnte er auch diesen gegner ausschalten?
mit der frau die er kennengelernt hatte, nachdem er den jungen überfuhr,
lief alles gut. sie redeten schon über eine ehe, doch dann schien plötzlich alles
aus dem ruder zu laufen...
und die polizei tappt immernoch im dunkeln...
mit recht wurde dieser roman mit dem skandinavischen krimipreis ausgezeichnet.
håkan nesser erzählt die geschichte mit viel gefühl und spannung.
in einer wunderbar klaren, nebligen umgebung und dunklen stadt
findet man im roman den optimalen ort für einen krimi.
man leidet mit den opfern und versteht doch die so unlogischen gedanken
des täters. mit ein wenig ironie wird auch die polizeiarbeit etwas auf die schippe
genommen (auch die amerikaner bekommen ihr fett weg). der weg
den mörder zu finden wird zu einem nervenspiel für alle beteiligten inklusive
leser, und ist auch eine kleine odysee durch die schwedische gesellschaft.
dieses buch macht lust auf mehr...
( tb )