Ein besonderer Umstand...
mandado por mail por / eingesendet von paperlapap
...denn jedes mal freue ich mich
wieder, wenn ich Kaffee trinke
und mein Geschirrspüler brummt.
Ab und zu werfe ich ihm einen Blick rüber.
Du da, was starrst du mich so an? --- So der
Geschirrspüler.
Warum ist doch keiner da! Außerdem starre ich nie,
ich träume.
Schau mich nicht so an, bleib ruhig und schreib
weiter.
Und ich schreibe, und es gefällt mir sooo, daß mein
Herz bis zum
Hals zu klopfen beginnt. Jede Pore streckt sich
suchend aus,
und ich genieße dieses platonische Glück.
Rauchend dampfend, spannt mir das Hemd über der
Brust.
Es ist schön, ich schau den Geschirrspüler an.
Schau mich nicht so an, ich bin nur ein
Geschirrspüler.
Doch es ist schon nett, wie du mich immer einräumst.
Du drückst
meine Knöpfe auch niemals mit schmutzigen Händen.
So verklebst du nicht meine sechs Knöpfe, das ist
sowieso nicht viel,
aber die brauch ich.
Ja, ja, ich brauch sie auch diese Knöpfe,
ich hab mich so daran gewöhnt. Sie faszinieren mich.
Ja, aber schau mich nicht so an, es sind meine
Knöpfe,
und setz dich in Gottes Namen wieder!!
Meine Augen glitten über den Schimmer der
Halogenlampen in deinem
Edelstahlgesicht. Dein Grün zog mich an,
so fühlte ich mich nicht nackt. Die Finger suchend,
steckte ich in deinem Mund,
bis es klickte.
Mein Herz klopfte wieder bis zum Hals, es war etwas
passiert,
etwas schönes warmes, und es wurde langsam trocken!
Ich kniete nieder
und saugte diese bekannte Wärme auf, die sich über
mich ergoss,
wie die Lava über einen Vulkan.
He du, hallo, steh auf,
ich bin ein Geschirrspüler außerdem
mach jetzt endlich Brot- Zeit!
Ist ja gut, war ja auch bloß so eine Idee
und ich entferne den Topf aus dem Besteckkasten.
© by paperlapap
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