der herr der ringe
von j.r.r. tolkien
klett-cotta verlag
der hobbit bilbo beutlin verlässt mit grossem aufsehen das auenland und vererbt
seinem neffen frodo sein land und einen ring. dieser ring ist der eine ring "sie zu knechten,
sie alle zu finden, ins dunkel zu treiben und ewig zu binden". frodo ist sich
dessen nicht bewusst, doch nach einigen unbeschwerten jahren im auenland,
dem land der hobbits, kommt gandalf der zauberer, weise und freund um frodo schlechte
nachrichten zu überbringen. sauron, der dunkle herrscher von mordor ist zurück
und hat seine knechte, die schwarzen reiter, die ringgeister ausgeschickt den
einen ring zu finden. deshalb muss der ring in sicherheit gebracht und dann vernichtet
werden. so macht sich frodo gemeinsam mit seinem diener sam und seinen freunden
merry und pippin auf den beschwerlichen weg nach bruchtal ins hause elrond, dem elben.
verfolgt von den schwarzen reitern, und mit hilfe von streicher, den sie in einem gasthaus
kennengelernt haben, erreichen sie die stadt. hier soll nun der grosse rat beschliessen
wie weiter vorgegangen wird. der rat, bestehend aus vertretern der völker des westens,
beschließt, daß frodo sich mit einem bund von gefährten auf den weg nach mordor
macht, um den ring im rachen des schicksalsberges zu zerstören. so wird die gemeinschaft
der gefährten gegründet: frodo als anführer, zusammen mit den drei hobbits,
streicher und boromir als vertreter der menschen, gimli als vertreter der zwerge, sowie legolas
als vertreter des schönen volkes der elben. diese neun ziehen nun gemeinsam los, um
gefährliche abenteuer zu bestehen. ihre wege trennen sich, führen wieder zusammen, sie
begegnen den interessantesten gestalten, grosse schlachten werden geschlagen, schon ehe der krieg
über ganz mittelerde hineinbricht. währenddessen wird sauron immer stärker und immer
schwerer zu besiegen.
diese trilogie ist ein universum für sich. der kleine hobbit zählt auch dazu, und sollte vorher gelesen
werden, um die vorgeschichte zu kennen, die in der trilogie nur angeschnitten wird.
mittelerde, die welt die hier von tolkien geschaffen wird und in einer weise so schmuckvoller
umschreibungen beschrieben wird, das man denkt man wandele selbst in ihr und jeden baum
besser kennt als seine westentasche, ist ein faszination, der man sich nur schwer entziehen kann.
man begegnet den verrücktesten gestalten und völkern:
die elben, in ihrer unermesslichen schönheit, und wohlklingenden gesängen,
die hobbits oder halblinge, die nur ans essen, trinken und das "kraut"rauchen denken,
die zwerge, immer mit der axt im griff, die zauberer und weisen, die gemütlichen ents,
die grausamen, hörigen orks und natürlich auch die menschen.
sie alle werden hier so lebendig, als entsprüngen sie nicht der phantasie, sondern der realität.
man begibt sich hier in eine atemberaubende welt, wird selbst teil der geschichte und ihrer
handlungen. wenn auch der erste band anfangs ein wenig vor sich hinplätschert, so steigert
sich die geschichte schon im letzten drittel dieses bandes zu einer unerträglichen
spannung und zum zwangsläufigen verschlingen der bände II und III. abschied zu
nehmen ist sehr schwer, und wenn man sich wieder in der realen welt befindet wirkt die
trilogie noch nach. diese geschichte ist einfach elbisch.
( tb)